Humboldt, Richtungweisender einer brillanten Epoche der Wissenschaft in Hispanoamerika

18 September 2019 2:53pm
Schreiben Caribbean News Digital
Alberto-Gómez-Gutiérrez

Von Isaíris Sosa

Aus Anlass der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag (1769-1859) des herausragenden deutschen Wissenschaftlers und Entdeckers Alexander von Humboldt in Kuba, besuchte der kolumbianische Forscher Dr. Alberto Gómez Gutiérrez unser Land. Er ist der Autor des Buches Humboldtiana neogranadina und einer der bekanntesten Experten seines Landes in Bezug auf Leben und Werk des berühmten Deutschen.

Die Sammlung von fünf Büchern in vier Bänden, veröffentlicht im August des vergangenen Jahres, zeigt in einzigartiger Weise den Aufenthalt des deutschen Gelehrten in Neugranada, seine Untersuchungen in dieser Region und die Perspektive, aus der er dieses Territorium mit der übrigen Welt in Verbindung brachte. Neben den Arbeiten des preußischen Barons wurden Kommentare und Studien über seine Schriften publiziert, die von anerkannten Forschern verschiedenster Disziplinen stammten, zusammen mit bis heute unveröffentlichten Texten und Illustrationen von und über das Werk Humboldt.

«Über die Hervorhebung seiner Persönlichkeit hinaus, muss Humboldt als Richtungweisender einer brillanten Epoche der Wissenschaft in Hispanoamerika gesehen und erinnert werden. Das Hauptinteresse für die wiederholte Analyse seines Werkes muss darin bestehen, die Wissenschaft einer Zeit kennenzulernen, die für uns im Dunkeln liegt», bekräftigte Gómez Gutiérrez.

Humboldts persönlichen Kontakte und Begegnungen aufzuspüren, ist eine große Gelegenheit, jene Wissenschaftler zu ehren, die in Kriegszeiten lebten, wo die Wissenschaft oft in jenen Schlachten um die Unabhängigkeit unterging, fügte der Forscher hinzu.

In Kolumbien zum Beispiel, —präzisierte Gómez Gutiérrez—, war der wichtigste Kontakt, den Humboldt hatte, der Vorkämpfer der Unabhängigkeit, Francisco José de Caldas y Tenorio, auch ein Vordenker der Wissenschaft in Neugranada.

Das Werk Humboldtiana neogranadina wurde unserem Land von diesem Forscher gespendet, damit man auch in Kuba den Nachlass dieses unermüdlichen Visionärs für die Gegenwart und die heutigen Herausforderungen weiter vertieft.

Alexander von Humboldt hat ausgedehnte Forschungsreisen durch die Antillen, durch Süd- und Mittelamerika, Europa und Asien unternommen. Als Frucht seines Aufenthalts auf der größten Insel der Antillen in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden wichtige Werke wie Politisches Essay über die Insel Kuba, und eine Landkarte, die als die vollständigste der damaligen Zeit angesehen wird.  

Gegenwärtig ist der europäische Naturforscher in unserem Land allgegenwärtig. In Havanna, im Humboldt-Museum, das sein wissenschaftliches Werk verewigt, werden einige seiner Instrumente und Bücher mit Randbemerkungen über das Studium der Flora und Fauna ausgestellt; im Osten der Insel trägt ein Nationalpark seinen Namen und wurde von der UNESCO zum Welterbe erklärt.

Der kubanische Philosoph und Erzieher, José de la Luz y Caballero, auf den berühmten Deutschen Bezug nehmend, nannte ihn den Zweiten Entdecker Kubas.

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