In den USA werden Reiseagenturen wegen Verletzung der Sanktionen gegen Kuba bestraft

20 Juni 2019 9:47pm
Schreiben Caribbean News Digital
expedia

Das Finanzministerium gab bekannt, dass beschlossen wurde, Expedia, Hotelbeds, Cubasphere und einer Einzelperson Geldstrafen wegen „angeblicher“ Verletzungen der Kontrolle kubanischer Geldanlagen, dem Kernstück der Normen der Blockade gegen Kuba, aufzuerlegen.  

Laut Bericht hat Expedia eine Vorschrift von 1963 verletzt, die die Beziehungen zwischen den USA und Kuba regelt. Das Dokument verweist darauf, dass diese Verletzungen zwischen 2011 und 2014 begangen wurden, weil es gewissen ausländischen Tochtergesellschaften von Expedia an Verständnis und Vertrautheit mit den Gesetzen der Wirtschaftssanktionen der USA mangelte.

Expedia hat die Verletzungen dem Büro des Finanzministeriums zur Kontrolle von  ausländischen Geldanlagen (Office of Foreign Assets Control – OFAC) im Einvernehmen mit einem anderen, vom Finanzamt veröffentlichten Bulletin freiwillig gemeldet.

„Der Bericht verweist darauf, dass Expedia und ihre Tochtergesellschaften 325.406 US-Dollar an die Regierung der USA zahlten„wegen Hilfeleistung für 2221 Personen, darunter einige Kubaner, für Reisen und Serviceleistungen in Kuba oder zwischen Kuba und anderen Orten außerhalb der USA“.

Der Gigant für Online-Reisen, Expedia Group Inc. mit Sitz in Bellevue, Washington, war die hauptsächlich betroffene Agentur durch diese Maßnahmen, und hat nach Vereinbarung 325.406 US-Dollar an die Regierung der USA gezahlt, die die Agentur angeklagt hatte, Serviceleistungen an Kuba an mindestens 2221 Personen zwischen 2011 und 2014 wegen „angeblicher“ Verletzung des Embargos verkauft zu haben, wie die Mitteilung des Finanzamtes selbst aussagt.

In der Vereinbarung zwischen beiden Seiten heißt es, dass Expedia diese Kunden mit Reisen oder Reiseserviceleistungen in Kuba oder in Kuba und Drittländern unterstützt hat, was einen Verstoß darstellt,„weil es gewissen ausländischen Filialen von Expedia an Verständnis und Vertrautheit mit den Gesetzen der Wirtschaftssanktionen der USA mangelte“. Außerdem betonte das Finanzamt, dabei positiv berücksichtigt zu haben, dass die Agentur diese Transaktionen selbst gemeldet hat, bevor sie eine schriftliche Aufforderung seitens der Regierung erhalten hat.

Das Finanzamt kündigte ebenso eine weitere Vereinbarung mit Hotelbeds USA, einer Tochtergesellschaft der spanischen Gruppe Hotelbeds mit Sitz in Florida an, die 222.705 US-Dollar an das OFAC zu zahlen hat, „um ihre mögliche Zivilhaftung für die Beihilfe für Personen in Bezug auf nichtautorisierte Serviceleistungen für Reisen nach Kuba zu begleichen“, die ebenfalls als „angebliche“ Verletzungen des Embargos zwischen Dezember 2011 und Juni 2014 bezeichnet wurden.

Das Büro der Regierung behauptet, dass Hotelbeds Übernachtungen in Hotels verkauft hat und ihren Kunden spezifische Instruktionen gab, dass sie die Bezahlung für Serviceleistungen im Zusammenhang mit Kuba auf ein Konto in Spanien überweisen sollten, die ihnen dann das Geld erstattete.

Das OFAC kündigte auch Sanktionen in Höhe von 40.320 US-Dollar gegen eineEinzelperson und das Unternehmen Cubasphere Inc. mit Sitz in Monterrey, Kalifornien wegen Beteiligung an Transaktionen für 104 Kunden in vier Reisen nach Kuba und innerhalb der Insel zwischen Dezember 2013 und Februar 2014 an.

Bei diesen Reisen haben das Unternehmen und sein Chef wie Reiseveranstalter gehandelt, indem sie komplette Servicepakete verkauften, die die Planung der Reiserouten, die Mahlzeiten, den Transport und die Reservierung der Unterkünfte auf der karibischen Insel enthielten.

Laut OFAC haben das Unternehmen und die Einzelperson diese Art von Aktivitäten weiter fortgeführt, obwohl sie eine schriftliche Mitteilung durch das Büro erhalten hatten, und haben den Kunden außerdem empfohlen, dass sie nach der Rückkehr den Beamten keine Details über die Reise erzählen und keine Quittungen zeigen sollten. Aus all diesen Gründen belief sich die Strafe anfangs auf 112,000 US-Dollar, nach Verhandlung auf 40,320 US-Dollar zurückgesetzt unter Berücksichtigung dessen, dass die Agentur vorher keinerlei anderes Problem mit dem OFAC hatte.

Diese Sanktionen betreffen Zeiträume vor dem 4. Juni 2019, als die Regierung Trump den populärsten Reisevarianten nach Kuba ein Ende machte, in dem sie Kreuzfahrten und eine der Kategorien der Bildungsreisen verbot.

Mit Informationen aus einem Artikel von Adrienne Jordan und dem Beitrag von Jayme Deerwester aus USA TODAY.

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