Panama ist 500 und noch immer jung

17 August 2019 2:05pm
Schreiben Caribbean News Digital
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Die erste Siedlung, die von den spanischen Eroberern an der amerikanische Küste des Pazifischen Ozeans gegründet wurde, Nuestra Señora de la Asunción de Panamá, beging am 15. August ihren 500. Jahrestag.

Die Ruinen der alten Stadt wurden durch die UNESCO 2003 zum Weltkulturerbe erklärt. Sie liegt nur unweit der großen Wolkenkratzer und Alleen und erinnert an die Vergangenheit eines Landes, dass sich täglich erneuert.

Mit einer wunderbaren Mischung aus Geschichte und Moderne feiert die mittelamerikanische Nation das halbe Jahrtausend der Alten Stadt Panama und den bisher zurückgelegten Weg. Die Brücke zwischen den Amerikas und das herausragende Handelszentrum schreiten mit dem Blick in die Zukunft voran, schauen aber jedes Mal im August zurück auf ihre ersten Schritte.

Bei dieser Gelegenheit füllen verschiedene Initiativen, Shows, Ehrungen, Tanzveranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Aktivitäten die Stunden des achten Monats des Jahres, die den panamaischen Traditionen und Wurzeln gewidmet sind.

Der Historiker Ángel Rubio erzählte, dass die  Alte Stadt Panama, von dem Spanier Pedrarias Dávila gegründet, „eineinhalb Jahrhunderte bestand, genau 152 Jahre (1519-1671). Ein Spiel der Kräfte und Energien haben sie geschaffen, und ein Spiel feindlicher Kräfte und Energien haben ohne Unterlass gegen sie gearbeitet“.

Diesem Gelehrten zufolge haben die Position der Meerenge, die kaum entdeckt ihre Rolle als Handelszentrum aufnahm, sowie die Lage am Pazifik diesem Territorium eine große administrative und kommerzielle Bedeutung verliehen und machten sie deshalb so attraktiv für die Eroberer und Kaufleute. Diese Faktoren stellten einen Vorteil für die Entwicklung und die erreichte Stellung unter den gerade entdeckten Gebieten dar. Im September 1521 erhielt sie von der spanischen Krone das Stadtrecht und das Stadtwappen.

Allerdings haben andere Elemente wie die großen Brände und Erdbeben, die heftigen Bürgerkriege in Peru und Mittelamerika ihr Überleben gefährdet.

Ein weiterer, nachteiliger Faktor waren die Korsaren, die bei mehreren Gelegenheiten diese strategische Ortschaft attackierten. Im Jahr 1671 plünderten die Männer des Piraten Henry Morgan die Stadt; und der spanische Gouverneur, Juan Pérez de Guzmán, befahl die Schießpulverdepots in Brand zu setzen, worauf hin die Einwohner flohen. Die Alte Stadt Panama blieb zerstört und leer.

Nach diesem Ereignis befahlen die Spanier die Verlegung der Stadt in den Südwesten nahe des Berges Cerro Ancón, wo sie besser geschützt war. Das wurde 1673 verwirklicht, und gegenwärtig ist das Gebiet der Altstadtkern, der aufgrund seines großen historischen und kulurellen Wertes ebenfalls zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Erhaltung der Struktur der Straßen und Gebäude verleihen ihm eine hohe touristische Anziehungskraft.

Im Jahr 1821 erklärte das Land seine Unabhängigkeit von Spanien und schloss sich dem Gran Kolumbien von Simón Bolívar an. Nach und nach kam es erneut zu einem wirtschaftlich Aufschwung. Im Jahr 1855 nahm die erste transozeanische Eisenbahn ihren Betrieb auf. Im Jahr 1903 trennte sich Panama endgültig von Kolumbien, und die Stadt wurde zur Hauptstadt einer neuen Nation.

Die Eröffnung des Panama-Kanals am 15. August 1914 verlieh der Entwicklung des Landes einen großen Impuls, und durch diese weltweit großartige Ingenieurleistung, die den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean verbindet, blühte auch der Handelsaustausch wieder auf.

Die panamaische Hauptstadt liegt östlich der Mündung des Kanals, ist heute eine der modernsten und fortgeschrittensten Städte der Region sowie ein bedeutendes Handels- und Touristenzentrum.

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