Barierefreie Applikationen (Apps) für Touristen genießen in Lateinamerika große Akzeptanz

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Die Technologie im Dienst der Inklusion fand auf dem III. Iberoamerikanischen Gipfeltreffen des Barrierefreien Tourismus ihren Platz. Die Verantwortlichen von führenden Projekten in Chile, der Dominikanischen Republik, Argentinien und Uruguay stellten ihre Arbeiten vor. Was haben sie gemeinsam? Sie vereinen an nur einem Ort die disponiblen barrierefreien Mittel und Dienstleistungen, bieten gleichzeitig Fremdenführer und Handwerkszeug an, um die Mobilität zu erleichtern.  

«Lazarillo ist hinsichtlich der Barrierefreiheit wie Facebook », sagte der Argentinier Carmelo Martinucci, verantwortlich für Accesapp, bei der Gesprächsrunde über Neue Technologien und Innovation auf dem III. Iberoamerikanischen Gipfeltreffen des Barrierefreien Tourismus. Lazarillo ist eine App für Mobiltelefone, die blinden und sehschwachen Personen hilft, sich mittels georeferenzierten Informationen und Fremdenführern über das Gehör zu orientieren. Sie entstand in Chile, ist aber bereits universell im Einsatz und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Diese App wurde so zu einem führenden Handwerkszeug auf diesem Gebiet, daher auch der Vergleich mit Facebook und der Barrierefreiheit.

In Argentinien ist Herr Martinucci der Co-Direktor von Accesapp. «Er erfasst die Informationen von allen Gliedern der barrierefreien Kette». In der App sind 80 argentinische Städte mit ihren Ressourcen registriert. Die App identifiziert die an jedem Ort vorhandenen Bedingungen und hat eine Spezialstrecke, den Tourismus.

In der Dominikanischen Republik erfolgt die Erfassung der Informationen und Dienstleistungen durch Dominican Republic For All. Das ist eine App, die die barrierefreien Ressourcen vereint, erklärte die Geschäftsführerin von Dominican Access, Adis Ozuna, die dafür gesorgt hat, dass der private Sektor einbezogen wird, nicht nur, um Informationen zu liefern, sondern auch, um barrierefreie Bedingungen zu schaffen.

Im Fall von Uruguay ist RampitaUY die partizipative und kostenlose App, die an nur einem Ort die gesamte Information in Bezug auf Barrierefreiheit bündelt, erklärte Santiago Aristoy. In einem ersten Moment wurde die Kartierung als Lösung für motorisch behinderte Menschen in den Mittelpunkt gestellt, später auf Seh- und Hörbehinderte ausgedehnt, mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten für jede Zielgruppe der Bevölkerung.

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