Kuba bemüht sich um Verträge, um mehr russische Reisende zu gewinnen, sagt der Minister für Tourismus

23 März 2019 9:14am
Schreiben Caribbean News Digital
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In einem Exklusivinterview mit der Gruppe Excelencias kommentierte der kubanische Minister für Tourismus, Manuel Marrero, die neuen Projekte, um das Anwachsen der Besucherzahlen auf der Insel sicherzustellen.

Nachfolgend veröffentlichen wir den zweiten Teil des Gespräches auf der kürzlich veranstalteten Internationalen Ausstellung für Reisen und Tourismus in Moskau (MITT 2019).

Den ersten Teil finden sie hier.

Können Sie uns sagen, wie sich in diesem Jahr der emittierende russische Markt nach Kuba verhält?

Ersten möchte ich sagen, dass wir uns in einer günstigen Phase befinden, denn praktisch hat sich im vergangenen Jahr die Ankunft der Touristen aus Russland in Kuba verdoppelt.

Dieser günstige Moment spiegelt sich auf der Insel Kuba in der Ankunft von 137.800 Touristen aus Russland wider, was einem Wachstum von 30% im Vergleich zu 2017 entspricht.  

Wenn wir den zuletzt ausgewerteten Zeitraum vom Jahresanfang bis zum 12. März dieses Jahres analysieren, haben bereits 38.500 Russen Kuba besucht, das sind erneut 30% mehr im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das heißt, dieses Wachstum erfolgt akkumulierend mit 30% in Bezug auf den emittierenden russischen Markt, und das ist vielversprechend.

Aus diesem Grund haben wir eine Reihe von Aktionen im Auge, um die Kundschaft zu binden und zu verhindern, was natürlich passieren kann, dass dieses Wachstum zum Stillstand kommt, man einen Höhepunkt erreicht und dann ein Absinken erfolgt.

Welche neuen Projekte oder Verträge sind angedacht, damit uns mehr russische Reisende besuchen?

Wir haben über den Gesundheitstourismus gesprochen und kommen womöglich zu wichtigen Vereinbarungen.  

Ein wichtiges Potential verspricht Rosneft, das große Erdölunternehmen, mit dem wir seit 2013 einen Vertrag über betrieblichen Tourismus haben. Seit 2014 kommen etwa 2.600 Russen jährlich über diesen Betrieb nach Kuba auf Urlaub.  

Diese Russen erhalten eine komplette ärztliche Untersuchung und sind insgesamt 15 Tage hier. Dieser Vertrag läuft gut, und es besteht die Möglichkeit, dass sich die Zahlen erhöhen.  

Wir haben eine Strategie entwickelt, um Havanatur als kubanischen Reiseveranstalter zu stärken, einschließlich der Eröffnung von Verkaufsstellen -durch Einstellung von Russen- in anderen wichtigen Städten Russlands sowie durch die Verstärkung der Online-Verkäufe und viel mehr eigene Werbung durch Havanatur selbst.

Gibt es noch weitere Neuheiten zu Tourismusmöglichkeiten, die bisher wenig genutzt wurden?

Ja, wir haben uns mit Geschäftsleuten zusammengesetzt, die an Investitionen in der touristischen Entwicklung in Pinar del Río interessiert sind oder Mitgesellschafter an Jachthäfen oder Hotels sein wollen. Im April werden wir sie empfangen, und es sieht so aus, dass das eine gute Chance ist, genauso wie wichtige Anträge auf Investitionen in Kuba in Verbindung mit dem Gesundheitstourismus. In diesen Fall werden wir zusammen mit dem Ministerium für Gesundheitswesen (MINSAP) diese Möglichkeit mit dem interessierten Unternehmer prüfen.

Des Weiteren haben wir uns mit Unternehmen zum Thema Tauchsport in der Absicht versammelt, zu einer Vereinbarung zu kommen, die es erlaubt, das Tauchsportzentrum von Cubanacán in Girón auf der Halbinsel Ciénaga de Zapata mit Hilfe dieses russischen Unternehmens in ein internationales Zentrum umzuwandeln. Außerdem würden wir eine neue Zertifizierung für die Taucher einholen, die Kuba besuchen. Die russische Zertifizierung (NDL), die international anerkannt ist, auch in Europa, und die mehrere Länder anbieten, könnte gut und attraktiv sein. Die Entwicklung des Wassersporttourismus gehört ohnehin zu unseren Prioritäten.

Ich hatte auch ein sehr wichtiges Gespräch mit der neuen Ministerin für Tourismus Russlands, die zugleich die Leiterin der Föderativen Agentur für Tourismus ist, und das war sehr interessant. Sie ist erst kurz im Amt, erneuert aber ihr Kabinett von Grund auf.  

Wir haben interessante Möglichkeiten entdeckt, ihr diese vorgeschlagen, und sie war einverstanden zu analysieren, wie wir zu einer Kooperation zwischen beiden Institutionen kommen können und all die Aspekte ermitteln, die von Interesse sind und die vorhandenen Regierungsabkommen erweitern, die auf beiden Seiten den Vorrang haben. Wir werden vorschlagen, den Tourismus einzubeziehen, der beiden Seiten zum Vorteil gereicht, wo interessante Nischen gefunden werden können, und wie auch andere russische Unternehmen betrieblichen Tourismus in unserem Land machen können. Im Allgemeinen können wir einschätzen, dass die Situation für unser Land aussichtsreich ist.

 

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