Kuba setzt in seiner Wirtschaftsstrategie auf selbständige Erwerbstätigkeit

15 Februar 2021 4:30pm
Schreiben Caribbean News Digital
Kuba-wirtschaftlich-soziale

Mit dem Ziel, einen wichtigen Akteur in der wirtschaftlich-sozialen Strategie zu schaffen, die Kuba vorantreibt, wurden kürzlich neue Modifikationen zur Verbesserung der selbständigen Erwerbstätigkeit im Lande genehmigt.

Der Erste Vizeminister, Alejandro Gil, sagte, dass die Nation vor einer komplizierten Zeit und vor tiefgreifenden Transformationen steht, in die diese Modifikationen eingebunden werden, um die Anstrengungen zu ergänzen, um der ungünstigen internationalen Situation, der Intensivierung der durch die Vereinigten Staaten von Amerika verhängten Blockade und der Covid-19-Pandemie entgegenzuwirken.

Bei seinem Auftritt im Radio- und Fernsehprogramm Runder Tisch (Mesa Redonda) betonte Herr Gil, dass es im Land viel Talent und Potenzial gibt, das zur Lösung der Probleme zur Importreduzierung und zum Auffinden produktiver Ketten zwischen allen wirtschaftlichen Akteuren beitragen kann, um damit in der weiteren Entwicklung voranzukommen .

„Die selbständige Erwerbstätigkeit ist in der Lage, einen vorteilhaften Beitrag zu dieser Strategie, wie wir sie konzipiert haben, zu leisten, indem sie in das praktische Funktionieren der Volkswirtschaft eingebunden wird", sagte der Minister für Wirtschaft und Planung.

Er erinnerte daran, dass in den 10 Jahren die Ausübung dieser Tätigkeit ein stetiges Wachstum aufgewiesen hat, vor allem in den letzten fünf Jahren, als über 100.000 neue Selbständige hinzukamen und deren Gesamtzahl gegenwärtig trotz der materiellen und finanziellen Zwänge über 600.000 beträgt.

Er verwies auch auf die Auswirkungen durch die Verschärfung der Blockade auf diesen Sektor seit Ende 2019 mit der Beseitigung der Einreise von Kreuzfahrtschiffen ins Land, der Schließung von Restaurants und Wohnungsmieten, der Kürzungen im Transport und der Unmöglichkeit der Eröffnung eines Großhandels für diesen Bereich.

Hinzu kam die Covid-19-Pandemie mit der Schließung der Einreise von Touristen für fast das gesamte Jahr 2020, mit einer Verringerung der wirtschaftlichen Aktivität im Allgemeinen, die die Tätigkeit von etwa 250.000 Arbeitnehmern im Privatsektor einschränkte.

All das war ein Ausgangspunkt für die aktuellen Modifikationen und die Vervollkommnung der selbstständigen Erwerbstätigkeit auch inmitten widriger Umstände. Das ist keine improvisierte Maßnahme, sondern ganz im Gegenteil, ein Konsens vieler Organisationen und Institutionen, sagte der Wirtschaftsminister.

In Bezug auf die Positiv- und Negativliste stellte er klar, dass von den 127 bisher erlaubten Aktivitäten für eine selbständige Erwerbstätigkeit nun über diejenigen gesprochen wird, die nicht als solche durchgeführt werden können, was keinen Rückschritt bedeutet, denn von nun an können über 2000 angemeldet werden, mehr davon in Form von Projekten. Nur ein Minimum bleibt für eine selbständige Erwerbstätigkeit untersagt.

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